10:00 - 13:00 Uhr
Kreativtherapie im Zusammenspiel mit Sozialer Arbeit
Stift und Papier haben wir in der Praxis der Sozialen Arbeit leicht zur Hand – warum also immer nur reden? Wir erkunden mit Euch spielerische Wege, wie man ganz einfach kreative Prozesse mit Einzelnen oder Gruppen in Gang bringen kann. Zwei erfahrene Kreativtherapeutinnen begleiten Euch dabei. Im ersten Teil der Veranstaltung steht das gemeinsame Ausprobieren und Erleben der kreativen Möglichkeiten im Vordergrund. In der zweiten Hälfte wollen wir gemeinsam mit Euch der Frage nachgehen, inwiefern das Handeln in der Sozialen Arbeit von den erlebten Techniken profitieren kann. Wann gilt es zu reden und wann eher etwas zu visualisieren? Was passiert eigentlich, wenn man das gewohnte Gesprächsformat verlässt und Techniken einsetzt, die Bilder entstehen lassen und Erlebnisse verschaffen? Wann, wo und wie wäre das angemessen?

Veranstalter: Dennis Hölzer
Referent*in: Daniela Kroll (Kreativtherapeutin und Kunstschaffende aus Witten) & Luisa Leßmann (Kreativtherapeutin und Sozialarbeiterin aus Dortmund)

14:00 – 17:30 Uhr
Raum: 3.09
Haltung BILDEN – Exploration von Haltung in Gesprächssituationen 
Als Sozialprofessionelle arbeiten wir mit Menschen. Unsere Haltung, unser persönliches Auftreten und unsere Beziehungen zu den Adressat*innen haben einen starken Einfluss auf die Resultate unseres Schaffens.
Doch gelingt es uns auch die von uns angestrebte Haltung innerhalb von Gesprächssituationen zu zeigen? Welche Haltung(en) erlebt unser Gegenüber aufgrund unseres – teils auch unbewussten – Verhaltens und unserer Handlungen?
Diesen Fragen möchte ich gerne mit euch in diesem Workshop nachgehen.
Wir werden uns zunächst erarbeiten, welche Haltungsaspekte uns in Gesprächssituationen mit Kolleg*innen und Adressat*innen wichtig sind und woran wir erkennen können, dass diese auch von einem Gegenüber erlebt werden. Wie kann ich also beispielsweise wissen, dass ich tatsächlich eine wertschätzende und respektvolle Haltung zeige? Was könnte helfen, damit mein Gegenüber diese besser erleben kann?
Anschließend werden wir mit schauspielerischen Mitteln unterschiedliche Gesprächssituationen ausprobieren und untersuchen wie sich die Haltung(en) der unterschiedlichen Akteur*innen in diesen zeigt/zeigen und was dazu beitragen kann, dass sich die gezeigten und erlebten Haltungsaspekte verändern. Es wird hierbei jeweils Teilnehmer*innen geben, die eine Gesprächssituation ausprobieren und welche, die diese beobachten. Hierfür möchte ich gerne mit euch die Möglichkeiten des Beratungslabors nutzen. Im Mittelpunkt unserer Exploration stehen Handlungen, Verhaltensweisen, Gestik, Mimik sowie die Art und Weise des Sprechens und weniger die tatsächlichen wörtlichen Informationen.
Für die Teilnahme ist es wichtig, Neugier, Offenheit und Mut mitzubringen, sich Haltung nicht nur theoretisch, sondern auch selbst-reflexiv anzunähern und sich darauf einzulassen, mit sich selbst und den anderen Teilnehmenden in Kontakt zu kommen – schauspielerische Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Das Seminar bietet den Raum, Haltung explorativ zu erforschen. Es kann nicht die Erwartung erfüllt werden, Antworten zu geben, aber sich diesen suchend anzunähern.  

Veranstalter*in und Referent*in: Maren Rothholz, Studierende des Studiengangs Master Soziale Arbeit